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Bischof Schwarz: Untreue-Ermittlungen eingestellt


Die Zentrale Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Österreich hat das Untreueverfahren gegen den Sankt Pöltner Bischof Alois Schwarz eingestellt. Der Bischof habe die Entscheidung und rechtliche Klarstellung der Justizbehörde mit Erleichterung aufgenommen, teilte die Diözese Sankt Pölten mit. Der Einstellungsbeschluss zeige "endlich" die Haltlosigkeit der gegen ihn erhobenen Vorwürfe, so Bischof Schwarz. Er habe in seiner Zeit als Bischof des Kärntner Bistums Gurk-Klagenfurt das ihm anvertraute Gut zum Wohl der Menschen der Kirche verwaltet und keinen Schaden verursacht.

Schwarz betonte, mit der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft und der Oberstaatsanwaltschaft Wien hätten nun zwei Behörden die Vorwürfe gegen ihn und eine ehemalige Mitarbeiterin eingehend und über Monate geprüft. Im Raum stand der Verdacht einer unrechtmäßigen Verwendung von Geldmitteln in seinem früheren Bistum Gurk-Klagenfurt. Nun habe sich kein Anhaltspunkt ergeben, der gerichtliche Schritte gerechtfertigt hätte. Er, Schwarz, habe immer seine Bereitschaft bekundet, zur Aufklärung vollumfänglich mit den Behörden zu kooperieren. Zudem habe er stets volles Vertrauen in die Arbeit der Justizbehörden gehabt.

Aus der Vielzahl an Vorwürfen gegen Schwarz bleibt damit einzig ein Finanzverfahren offen, in dem es darum geht, ob die Spende einer privaten Stiftung an das Bundesdenkmalamt mit dem Verkauf von Wohnungen des Bistums Gurk-Klagenfurt in Verbindung steht und die Immobilienertragssteuer für das Bistum richtig ermittelt wurde. "Auch in diesen Prüfungen vertraut Bischof Alois Schwarz auf die Arbeit der zuständigen Finanzbehörde", hieß es in der Erklärung der Diözese Sankt Pölten.

Der 67-jährige Schwarz war im Juli 2018 von Gurk-Klagenfurt nach Sankt Pölten gewechselt.

Bischof Schwarz wurde von einem Boulevard-Magazin und einer früheren Kirchenfunktionärin ohne behördliche Untersuchungen und deren Ergebnisse abzuwarten mehrfach ein "Skandalbischof" genannt. Ebenso wurde er beschuldigt, seine Zölibatsverpflichtung verletzt zu haben. Ein diesbezüglicher Endbeschluss des Vatikans ist noch nicht bekannt.

Dem St. Pöltner Oberhirten steht es nun frei, gegebenenfalls Prozesse wegen übler Nachrede und Kreditschädigung einzuleiten.

 


Corona-Wallfahrtsorte Pilgerhit

 

Die aktuelle Coronavirus-Krise hat den österreichischen Wallfahrtsorten, die den Namen der heiligen Corona tragen, vermehrte Aufmerksamkeit und viele neue Pilgerinnen und Pilger beschert.

Das haben die zuständigen Priester der Kirchen St. Corona am Schöpfl und St. Corona am Wechsel an dem Gedenktag der frühchristlichen Märtyrerin auf Anfrage von Kathpress bestätigt. "Viele sind durch das Virus aufmerksam geworden auf die Heilige, die ja nicht nur denselben Namen trägt, sondern auch Patronin gegen Seuchengefahr ist. Obwohl größere Gruppen wegen der Auflagen noch nicht kommen dürfen, haben wir derzeit deutlich mehr Wallfahrer als sonst", berichtete Raphael Maria Peterle, Ordensmann aus dem Kloster Kleinmariazell und Pfarrmoderator von St. Corona/Schöpfl.


 

Kirchen debattieren Grundeinkommen

 

Anlässlich der Coronavirus-Krise und der einhergehenden wirtschaftlichen Entwicklung wird aus unterschiedlichen Blickwinkeln über ein Grundeinkommen diskutiert. Auch die Kirchen und christliche Organisationen beschäftigt das Thema.

Sogar im Vatikan beschäftigt man sich mit dem Thema. Papst Franziskus und ein ranghoher vatikanischer Sozialexperte forderten bereits ein Grundeinkommen - für Menschen in prekären Verhältnissen. Die Sozialethikerin und Direktorin der katholischen Sozialakademie (ksoe), Magdalena Holztrattner, sieht in einem bedingungslosen Grundeinkommen angesichts der Coronavirus-Krise einen vielversprechenden sozial- und wirtschaftspolitischen Denkansatz, wie sie Kathpress sagte.


 

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